Messstation soll Autofahrer bremsen 
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Bild: Clemens

Das Messgerät auf der Straße "Im Tal" zeigt an, ob zu schnell gefahren wird.

Messstation soll Autofahrer bremsen

VON MARKUS CLEMENS, 04.07.06, 07:12h

Sollten die Stationen keine Wirkung zeigen, wird über eine Blitzanlage nachgedacht.

Bergheim-Glessen - Viele Autofahrer, die durch Glessen fahren, nehmen es mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen dort nicht so genau. Dies gilt auch für die Straße „Im Tal“, wo nicht schneller als 30 Kilometer in der Stunde gefahren werden darf. „Viele fahren hier 50 Kilometer, einige aber bis zu 70“, kritisiert Klaus Zellerhoff vom Glessener Stadtteilforum. Ein Messgerät von RWE Rhein-Ruhr zeigt den Autofahrern dort jetzt ihre gefahrene Geschwindigkeit an.

Von den ersten Ergebnissen, die nun vorliegen, sind RWE und Vertreter der Stadt angenehm überrascht. „Es zeigt offensichtlich Wirkung bei den Autofahrern“, sagt Bürgermeisterin Maria Pfordt erfreut. Dabei werden die Daten dort lediglich anonym aufgezeichnet, kein Autofahrer muss also mit einem Bußgeld rechnen. Zumindest noch nicht. Denn sollte sich das Fahrverhalten künftig wieder ändern und die meisten wieder zu schnell fahren, soll etwas geschehen. Dann könnte auf der Straße eine feste Blitzlichtanlage installiert werden. Zudem würde die Polizei um verstärkte Einsätze vor Ort gebeten. Dasselbe gelte für das zweite Problemkind „Hohe Straße“, wo derzeit die zweite Messanlage stationiert ist.

Gerade das Fahrverhalten auf der Straße „Im Tal“ liegt vielen Glessenern im Magen. „Schließlich ist das der Weg unserer Kinder Richtung Grundschule“, betonen Zellerhoff und Ortsvorsteher Kurt Büchel. Beide verweisen zudem darauf, dass sich die Straße zu einer regelrechten Durchgangsstraße entwickelt hat. „Für diesen Zweck war sie aber nicht geplant“, betont der Ortsvorsteher. Schließlich kritisieren beide, dass zahlreiche Lkw-Fahrer sie verbotenerweise als Abkürzung zweckentfremden.

Zellerhoff, der befürchtet, dass der Verkehr in dem Stadtteil in den nächsten Jahren noch zunehmen wird, sieht langfristig nur eine Möglichkeit, das „Problem Glessen“ in den Griff zu bekommen. „Wir müssen weiterhin nachdrücklich darauf drängen, eine Umgehungsstraße zu bekommen.“


(KStA)